Ausbildung-Winter

Bei der Ausbildung zum FÜL Skibergsteigen kommt der Beurteilungsfähigkeit der Lawinengefahr größte Bedeutung zu. Um unterschiedliche Schneedecken-
verhältnisse kennen zu lernen, wird der Lehrgang 1 im Hochwinter und in einfachem Skitourengelände abgehalten, der Lehrgang 2 im Spätwinter und in anspruchsvollem Gelände.
Die Teilnahme ist auch mit Snowboard oder Telemarkausrüstung (bei entsprechendem Können) möglich.

Zulassungsvoraussetzungen
• Mitglied im DAV
• Vollendung des 18. Lebensjahres
• Tourenbericht, der umfangreiche Erfahrung auf anspruchsvollen Ski-/Snowboard-touren in verschiedenen Gebirgsgruppen über mindestens drei Jahre dokumentiert
• gutes, sportliches Abfahrtskönnen in verschiedenen Schneearten auf und abseits der Piste
• Beherrschen der Aufstiegstechniken (zu Fuß, mit Steigfellen), auch in Steilgelände
• gute Grundlagenausdauer für tägliche Ausbildungstouren mit ca. 1200 hm
• Grundwissen in Lawinenkunde, Orientierung, Wetterkunde
• Nachweis über einen Kurs in Erster Hilfe (acht Doppelstunden), der nicht länger als zwei Jahre zurückliegen darf

Die Skiausbildung im DAV vermittelt modernes Skifahren auf der Piste, aber auch abseits: die Faszination dieses Sports wird bei allen Schneearten aufgezeigt.
Die Grundsätze des modernen Sportunterrichts sind Grundlage für die Ausbildung, bei der auch größter Wert auf umweltgerechtes Verhalten gelegt wird.
Unser Stützpunkt in Obertauern bietet mit seinem modernen Unterrichtsraum und seiner Lage mitten im Skigebiet ideale Voraussetzungen für eine spannende und erlebnisreiche Ausbildung.
Die gesamte Ausbildung (drei Lehrgänge) muss auf mindestens zwei, maximal drei Jahre verteilt werden. Zwischen den Lehrgängen müssen die Teilnehmer durch die Mitarbeit bei Sektionskursen Unterrichtspraxis sammeln.

Lehrgang 1
Zulassungsvoraussetzungen
• Mitglied im DAV
• Vollendung des 18. Lebensjahres
• Nachweis über einen Kurs in Erster Hilfe (acht Doppelstunden), der nicht länger als drei Jahre zurückliegen darf
• überdurchschnittliches Fahrkönnen mit sportlicher Note in verschiedenen Schnee- und Geländearten

Lehrgang 2
Zulassungsvoraussetzungen
• erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang 1 Fachübungsleiter Skilauf, dessen Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegen darf

Lehrgang 3
Zulassungsvoraussetzungen
• erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang 2 Fachübungsleiter Skilauf
• Zwischen Lehrgang 1 und Lehrgang 3
dürfen insgesamt nicht mehr als
drei Jahre liegen.
Ski-Viertausender, Gletscherabfahrten, Gipfelziele von Großvenediger bis
Monte Rosa: Das können die Trainer B Skihochtour mit kleinen, gut
vorbereiteten Sektionsgruppen machen. Die Ausbildung baut auf gutem
skibergsteigerischen Können, eigener Erfahrung auf Skihochtouren und
Sommerhochtouren sowie auf der Ausbildung FÜL Skibergsteigen auf.

Zulassungsvoraussetzungen
• FÜL Skibergsteigen
• Tourenbericht über die letzten drei Jahre mit Skihochtouren, Gletscherskitouren und Sommerbergtouren (Klettern bis zum III. Grad)
• gutes, sportliches Abfahrtskönnen in verschiedenen Schneearten
• bergsteigerisches Können in weglosem Gelände, Kletterkönnen im III. Schwierigkeitsgrad, Kenntnisse in der Seiltechnik
• Erfahrung auf Skihochtouren, im vergletscherten winterlichen Hochgebirge, sowie auf Sommerbergtouren in Fels und Eis bis Schwierigkeitsgrad III als Seilerster
• DAV-Mitgliedschaft
• Nachweis über einen Kurs in Erster Hilfe (acht Doppelstunden), der nicht länger als zwei Jahre zurückliegen darf
 

Das Durchsteigen von Eiswänden im Sommer wird durch die Erwärmung immer gefährlicher und zum Teil unmöglich; gleichzeitig wird das sportliche Klettern an gefrorenen Wasserfällen im Winter immer beliebter.
Diese Zusatzausbildung über acht Tage bietet eine solide Qualifikation für das Anleiten von Gruppen beim winterlichen Eisfallklettern.

Zulassungsvoraussetzungen
• Abschluss einer der oben genannten Ausbildungen
• Erfahrung im Eisfallklettern über mindestens zwei Winter, sicherer Vorstieg im Wasserfalleis Wi 4+, Kletterkönnen Fels alpin UIAA Grad V
• gute Kenntnisse in der alpinen Sicherungstechnik
Führen von Variantenabfahrten und Lawinenbeurteilung
Skifahren abseits der Piste, Variantenabfahrten, Tourenabfahrten mit Seilbahnunterstützung: Immer mehr Skisportler in den Sektionen begeistern sich für diese ursprüngliche Form des Skifahrens. Die Beurteilung der Lawinensituation, das Finden der richtigen Route und das Treffen der richtigen Entscheidungen sind für Hobby-skifahrer fast ein Ding der Unmöglichkeit, sie vertrauen daher lieber auf erfahrene Bergführer oder Skilehrer.
Wer im Verein solche Abfahrten anbietet, benötigt eine entsprechende Erfahrung und Ausbildung, die mit dieser Zusatzqualifikation erworben werden kann.

Zulassungsvoraussetzungen
• Qualifikation FÜL Skilauf, Skibergsteigen oder Trainer B Skihochtour
• Erfahrung im Befahren von Varianten- bzw. Tourenabfahrten
• gute Kenntnisse in Lawinenrettung und Lawinenbeurteilung
• sehr gutes skifahrerisches Können, besonders sportliches Fahren im Gelände,
parallele Skistellung in allen Schneearten
und auf schwarzen Pisten
Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten, um die angeführten Tätigkeitsfelder kompetent ausfüllen zu können. Auf das Wissen und die Erfahrungen der vorangegangenen Ausbildungen wird aufgebaut.

Zulassungsvoraussetzungen
• Abschluss einer der oben genannten Ausbildungen
• Erfahrungen im Schneeschuhbergsteigen und Können für mittelschwere Touren
• Tourenbericht über durchgeführte Schneeschuhbergtouren der letzten drei Winter
• gute Kenntnisse im Umgang mit Verschütteten-Suchgeräten, Lösen einer Einfach-
Verschüttung
• Ausdauerleistung für tägliche Ausbildungstouren