Jugend - Blog

Im nachfolgenden Blog können unsere Kinder und Jugendlichen der einzelnen Gruppen ihre Berichte, Erlebnisse und Erfahrungen austauschen.

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Liebe Mitglieder,

wir sitzen alle im gleichen Boot, bzw. besser: wir leben alle auf dem gleichen Planeten. Um auch in Zukunft ein lebenswertes Leben hier zu genießen, sollten wir alle unseren Beitrag dazu leisten. Deshalb hat der JDAV Dresden die Aktion "Landschaft erkunden und bewahren" ins Leben gerufen. Ziel ist es eine schöne Wanderung durch das Elbsandsteingebirge zu unternehmen und dabei Müll einzusammeln.

Die Tour und weitere Infos findet ihr unter folgendem Link:

Tour: 202 - Landschaft erkunden und bewahren

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

Liebe Grüße

euer Jugendausschuss

Hallo liebe Kinder, Jugendliche und Eltern,

wie auch in den letzten Jahren wollen wir euch mit einem kleinem Sommerfest in die Ferien verabschieden. Dafür empfangen wir euch gerne am 29.06.2018 im Liebthaler Grund zum Klettern, Grillen und Beisammensein. Ab etwa 16:30 Uhr werde ich und sicher auch einige andere dort vor Ort sein.

Wir freuen uns auf euch. Bei Fragen meldet euch einfach bei mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Liebe Grüße Katharina Lönnecke

Unter dem Motto "Oben Bleiben" absolvierten 22 Teilnehmer und Betreuer in der letzten Juliwoche ein sektionsübergreifendes jDAV-Trainingslager in der Sächsischen Schweiz. Die Idee zum Kletterlager entstand bereits im letzten Jahr zum Treffen junger Bergsteiger und konnte in der letzten Juliwoche erfolgreich in die Tat umgesetzt werden.

Am Sonntag, den 24.07. reisten alle Teilnehmer von ihrem Heimatort nach Papstdorf in die Sächsische Schweiz, um auf der Dessauer Hütte ihr Quartier für die kommenden Tage zu beziehen. Am ersten Abend sollten sich die Teilnehmer aus Dresden, Dessau und Hamburg bei einem gemeinsamen Abendbrot kennenlernen und die Organisation der kommenden Klettertage besprechen. Wir mussten uns ja schließlich selbst verpflegen! Außerdem mussten wir noch den Bäcker in Papstdorf finden, was uns nach dem Abendessen noch zu einer kleinen Wanderung durch Papstdorf und entlang des Papststeins motivierte…

Papstdorf 1

Am Montag, den 25.07. konnte es dann endlich losgehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir gegen 9 Uhr von der Dessauer Hütte zum Papst. Dort zeigten die drei Dessauer Bergfreunde Jerica, Jaron und Peer gleich mal, was sie drauf haben und kletterten Wege bis VIIIa zum „warm machen“…, wobei es an diesem Tag vor allem auf der Südseite ohnehin schon warm genug war… Aber auch die Anderen von uns und selbst die Kleinsten zeigten sich bereits am ersten Klettertag in beeindruckender Form. Es gelangen Nachstiege bis VIIb und sogar erste Vorstiege im leichteren Gelände. Wir kletterten solange bis die Sonneneinstrahlung irgendwann ihren Tribut forderte, so dass wir uns nach gut sechs Stunden Kletterei auf den Rückweg zur Dessauer Hütte machten. Dort schnappten wir schnell unsere Badesachen und fuhren weiter ins Waldbad nach Cunnersdorf, um den restlichen Sommertag beim Baden und Volleyballspielen zu genießen. Bis auf Steffen und Stephan! Die mussten weiter zum Einkaufen nach Bad Schandau fahren, um danach Katha vom Bahnhof abzuholen. Zum Abendbrot sollte es nämlich Katha‘s berühmte Krautnudeln geben. Nachdem alle wieder vom Baden abgeholt wurden und sich auch Steffen und Stephan noch schnell abkühlen konnten, ließen wir den Abend bei Krautnudeln, kühlen Getränken, Spielen und Gitarrenklängen ausklingen. Das Resümee des ersten Tages war durchweg positiv. In der Gruppe halfen sich alle weiter, egal ob am Felsen, in der Küche oder im Sommerbad… So sollte es auch weitergehen! Das Kletterlager drohte ein voller Erfolg zu werden und sogar den Betreuern Spaß zu machen...

Am Dienstag, den 26.07. wanderten wir nach dem Frühstück wieder durch Papstdorf, am Papststein vorbei zum Gohrisch, um an Narrenkappe, Zwergfels und Abgetrennter Wand einen schönen Klettertag zu verbringen. Flo zeigte hier gleich am Anfang  mit seinem vierten Vorstieg auf die Narrenkappe (Talweg IV), dass in Zukunft mit ihm zu rechnen sein wird. Souverän konnte er auch die letzten Meter im teils grünen Kamin bewältigen. Weiter so! Auch die anderen zeigten sich wieder von ihrer Schokoladenseite. Es konnten sogar mehrere extrem schwere Wege bis VIIIb und IXa (wenn auch zum Teil von oben gesichert) geklettert werden. Am Abend verwöhnte uns dann Christoph kulinarisch mit Gnocchi und Salbeibutter, um die Jugendlichen danach wieder zu sportlichen Höchstleitungen anzustacheln… Bei Baustellen, Tausendfüßlern und Pyramiden kamen einige nochmal richtig ins Schwitzen.

Scheune 1

Dreistöckige Baustelle an einer Scheune bei der Dessauer Hütte… Leider war es schon dunkel…

An den kommenden Tagen konnten wir dann mit Unterstützung von Torsten und Mike auch weiter entfernte Kletterfelsen erreichen. So fuhren wir gleich am Mittwoch, den 27.07. zum Parkplatz auf den Ziegenrücken und wanderten den Knotenweg entlang zum Honigstein. Mit Imker, Honigstein, Honigsteinturm, Honigsteinnadel, Lamm, Dom und Esse (Lokomotive) konnten hier gleich sieben Gipfel bestiegen werden, bis wir nach etlichen Klettermetern und Überfällen im Regen zurück zu unseren Bussen laufen mussten. Zum Glück sollte dieser kurze Regenschauer das letzte Regenintermezzo für diese Woche sein, wenn es auch etwas kühler werden sollte, was den Schwerkletterern aber durchaus in die Karten spielte. Am Mittwochabend wurden die Kraftreserven dann mit Spinat, Rührei, Kartoffeln und Pudding zum Nachtisch aufgefüllt…

Hohnigsteinnadel1

Zwei Hamburger und ein Neustädter sitzen auf der Honigsteinnadel…

Lok1

Die Jungend sitzt auf der Lokomotive…

Am Donnerstag, den 28.07. fuhren das Team T4 (Bus von Mike) und T5 (Bus der Sportjugend Meißen mit Fahrer Stephan) ins Kirnitschtal, um an der Neumannmühle zu parken und zum Lorenzstein zu laufen. Nachdem sich alle am Rabentürmchen warm klettern konnten und auch mehrere Vorstiegserfahrungen machen konnten, gingen wir zum Großen Lorenzstein, den letztlich alle auf mehren Wegen erreichten. Nach einem gemeinsamen Gipfelfoto auf dem großen Lorenzstein seilten sich alle wieder ab und fuhren glücklich aber geschafft wieder zur Dessauer Hütte, um einen schönen Grillabend zu erleben. Bei Gitarrenklängen sangen wir so manche alte Schnulze und auch ein paar Bergsteigerlieder... "Du musst doch nur den Finger in dem Loch verderehen..." entwickelte sich so zum Leitmotiv für die verbleibenden Klettertage.

Großer Lorenzstein1

Gipfelfoto auf dem großen Lorenzstein

In der Nacht zum Freitag, den 29.07. gab es dann nochmal ein bisschen Regen, so dass Team T4 und T5 von Papstdorf aus wieder auf die andere Elbseite fuhren, um an den Dickhäutern klettern zu gehen. Und siehe da... In Hohnstein war es trocken! Einem schönen Klettertag stand nichts mehr im Wege... Unser Guide Thomas führte uns souverän zu den Felsen. Danach purzelten am Nashorn und am Elefanten die Kletterschwierigkeiten.  Die Kleinsten konnten mit Safarie ihre erste VIIb nachsteigen, indem sie den Mini-Riss sozusagen hangeln konnnten, während die Größeren schon mal in einer trittlosen Verschneidung antreten mussten... Auch unsere Hamburger Kletterfreunde konnten spätestens jetzt endgültig zeigen, dass sie sich am Sächsischen Sandstein so langsam zu Hause fühlten. So stieg z.B. Robert den Südweg ohne Unterstützung (VIIb) souverän vor, während Niclas von den "Dessauer Schwerkletterern" kaum noch zu unterscheiden war... So kam es, dass am Freitag alle wieder extrem zufrieden nach Papstdorf zurüchfahren konnten, um im Vorbeifahren in Bad Schandau noch ein leckeres Eis zu genießen. Am Abend sollte es dann Nudeln mit Tomatensoße geben. Alle freuten sich auf den nächsten KLettertag, wobei sich bei dem Einen oder Anderen auch schon ein bisschen Wehmut breit machte, sollte es ja unser letzter Klettertag werden...

Am Samstag, den 30.07. wurde dann der letzte Klettertag eingeläutet. Das Wetter zeigte sich wieder von seiner besten Seite, so dass wir früh überlegten, ob wir nicht gleich ins Freibad fahren sollten. Dazu sollte es nicht kommen! Wir fuhren von Papstdorf zum Pfaffenstein, um hoch oben an Fritschfels, Vierling und Wilden Turm zu klettern. Der Klettertag wurde ein voller Erfolg! Es konnten Begehungen auf mehreren Wegen bis VIIIb gesichert werden, wobei einige wieder mal eindrucksvoll zeigen konnten, auf welch unterschiedliche Weise man so die Finger in einem Loch verdrehen oder mit den Zehen in Ohrenhöhe stehen kann... Dabei erwiesen wir uns nicht nur beim Klettern als eingespieltes Team. Als Roberts Karabiner in eine vier Meter tiefe Spalte gerutscht war, konnte er mit viel Kreativität, Geschicklichkeit, Erfindergeist und Stockeinsatz wieder zu Tage befördert werden. Obwohl wir aufs abschließende Badengehen verzichten mussten, konnten am Ende alle glücklich und zufrieden zurück zur Dessauer Hütte fahren. Beim abschließenden Grillabend ließen wir es uns gut gehen. Nach dem Essen konnte Christoph die Jugendlichen wieder zu manchen Baustellen, Saltos und Turnübungen motivieren, die am Ende sogar musikalisch begleitet wurden. Zum Schluß stimmten alle nochmal ein... "Du musst doch nur den Finger in dem Loch verdrehen... Und mit dem kleinen Zeh in Ohrenhöhe stehen...".

Scheune 2

Baustelle reloaded...

Am Sonntag, den 31.07. erwachten alle zum letzten gemeinsamen Frühstück. Alle? ...Nicht ganz! Die Betreuer Christoph und Stephan verpennten, weil sie mal keine Brötchen holen mussten. Der Bäcker hatte am Sonntag nämlich zu... und der Hahn krähte auch nur mit halber Kraft. Am Ende schafften wir es aber doch noch alle mehr oder weniger rechtzeitig aus den Federn, um die Hütte vor unserer Abreise wieder auf Vordermann zu bringen. Für ein eingespieltes Team war das schließlich die leichteste Übung! Nächstes Jahr wollen wir das Kletterlager wiederholen. Die Sache ist im Grunde schon beschlossen...

Zum Abschluss vielen Dank an Benita, Katha, Steffen, Torsten, Mike, Christoph, David, Sabine, Uli, Andreas, den Sportbund Meißen und alle Anderen, die dabei geholfen haben unser Kletterlager zu unterstützen!!! Ohne Euch könnte das Kletterlager nicht in dieser Art und Weise stattfinden.

gez. Stephan Gabriel