Diese Frage haben wir uns nicht nur einmal auf unserer Wanderung durch das wunderschöne Elbsandsteingebirge gestellt. Leider kommt es hier immer mal wieder dazu, dass der produzierte Müll nicht wieder mitgenommen wird oder im Fall von Taschentüchern, für gewisse menschliche Bedürfnisse, nicht in der Erde vergraben werden. Um selber etwas dagegen zu tun, hatte die JDAV Dresden zum “Landschaft erkunden und bewahren” aufgerufen. Fünf junge Leute sind dem Aufruf gefolgt, haben sich mit Mülltüten, Handschuhen und Greifern bewaffnet, sind losgezogen und haben einen kleinen Teil der Wege und der Gebüsche drumherum von Abfällen befreit.

Für die erste Aktion dieser Art haben wir uns das Gebiet der Schrammsteine ausgesucht. Also ging es mit dem Zug nach Schmilka und dann durchs beschauliche Dörfchen. Auf der Zugfahrt fiel die Entscheidung, dass uns der Müll den Weg weisen soll. An jeder Kreuzung schauen wir, wo mehr liegt und da gehen wir lang. Natürlich sind dabei auch einschlägige Erfahrungen mit eingeflossen, hinter welche Ecke sich besonders viele Taschentücher verstecken könnten und welche Boofen stark frequentiert werden. Es entstand eine nette kleine Runde an den Lehnsteigtürmen vorbei, immer die Promenade entlang bis zur Rotkehlchenstiege und zurück nach Schmilka. Nun mag mancher meinen: “Das lohnt sich ja gar nicht, so eine kleine Runde zu drehen!” Für all diese Leute möchten wir kurz überschlagen und aufzählen was wir alles gefunden haben:

  • Dank gummierter Gartenhandschuhe haben wir uns nicht gescheut, die Taschentücher von den “Toilettenstellen” aufzusammeln. Wir sind auf etwa 500 Stück gekommen.
  • Man stelle sich einen normalen gelben Sack für Verpackungen vor. Diesen fülle man halb voll mit Bonbonpapier, Kaugummiverpackungen, Müsliriegelverpackungen, Tüten und, ganz kurios, etwa 25m Wäscheleine.
  • Glasscherben in allen Größen und Farben
  • 14 ganze Glasflaschen, ein Einmachglas, eine Thermoskanne und zwei Dosen. Neben der eigentlichen Wanderung konnten wir anhand einer Felsspalte hinter einer Boofe gleich eine kleine Geschichtsstunde abhaken. Hier fanden wir die meisten noch intakten Glasflaschen. Diese waren, je tiefer unser tapferer Sammler mit seiner Stirnlampe kroch, immer älter. Einige müssen dort die letzten 50 Jahre gelegen haben.
  • Besonders gewundert haben wir uns dann noch über ein halb verrottetes T-Shirt und das absolute Highlight war ein Ganzkörperanzug wie man ihn zum Malern benutzt.

Trashouttour 5

Nach etwa 5 Stunden des Bückens und Suchens waren wir sehr zufrieden mit der Ausbeute und den schönen Ausblicken von der Promenade.

Auch dieses Jahr wollen wir als JDAV gemeinsam mit euch das ein oder andere Fleckchen im Elbi von Schmutz und Müll befreien. Also wenn Ihr den ein oder anderen Hotspot kennt schreibt uns einfach (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder beteiligt euch mit bei unserer nächsten Wanderung.

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