„Es ist der Sinn der Kletterei, dass man selber steigt dabei,

Und sich nicht schamlos und beschissen

Von andern lässt zum Gipfel hissen.“

(alte sächs. Kletterweisheit)

Lagerplatz

19.04.2019 – Kinderklettern im Bielatal (geschrieben von Laetitia, Elli & Agnes)

Teilnehmer: Leo, Flo, Pitty, Leonardo, Enrico, Una, Nova, Agnes, Annett, Elli, Magda, Doro, Laetitia, Lucia, Jörg und gefühlte 20 Hängematten

Hoch motiviert treffen wir uns bei bestem Wetter um 9:30 Uhr auf dem Parkplatz im Bielatal und gehen gemeinsam das kurze Stück zum Kleinen und Großen Mühlenwächter. Erstaunlicherweise ist der Platz an diesem Karfreitag noch ungefüllt. Nach kurzer Zeit war quasi jeder Baum zur Hängemattenhalterung umfunktioniert.

Wir teilten uns in zwei Gruppen und erstürmten den großen Mühlenwächter über den Neuen - und den kleinen Mühlenwächter über den Nordweg. Auf den Gipfeln herrschte ein hochsommerliches Klima. 

Doro Beim Abseilen

Von Elli und Nova kam der Wunsch einen Weg vorzusteigen. Die Variante zum Alten Weg sollte es werden. In Begleitung von Enrico bei Elli und Pitty bei Nova wurde dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt, inklusive Standplatzbau und Nachsichern. 

Enrico, Elli und Leonardo machten am Daxenstein die Südkante, während Annett, Agnes und Una sich in der klassischen Kaminkletterei am Großen Mühlenwächter erprobten.

Inzwischen war das Lager auf ganze 9 Hängematten angewachsen und alle waren voll besetzt. Beinahe unbemerkt querte auch der Osterhase das Feld und schon ging die Jagd auf die Schokomarienkäfer los.

Den krönenden Abschluss des Tages bildete die Löschnerwand am Daxenstein. Mit Hilfe der Eingangs erwähnten alten sächsischen Kletterweisheit wurde der Gipfelkopf auch vom jüngsten und kleinsten Seilschaftsmitglied erfolgreich bewältigt.

Mit der ausdruckstarken und lebendigen Rezitation des „Sächsischen Handschuh“ von Lene Voigt erfüllt Pitty schlußendlich noch den Bildungsauftrag an die Jugend. 

 Laettitia am großen MW

20.04.2019 – Kinderklettern in den Schrammsteinen (geschrieben von Elli)

Teilnehmer: Nova, Una, Lucia, Laetitia, Agnes, Wolle, Magda, Doro, Annett, Anina, Antonia (+Eltern und Schwester), Jörg, Ich (Elli)

Heute haben wir uns etwas später, also kurz nach 10 Uhr auf dem Parkplatz getroffen und sind noch ca. 25 Minuten durch den Wald zum Schrammtor gelaufen. Auf dem Weg hat der Osterhase ab und zu ein Schokoei fallen lassen. 

Elli im Kamin

Nachdem wir uns einen Überblick verschafft haben, stand fest, wer auf welchen Gipfel klettern sollte. Mein Ziel war die Flasche und Nova wollte den Bierdeckel erklimmen. Um zum Einstieg vom AW (Alter Weg) zu gelangen, musste man einen „typischen Elbsandstein“-Pfad durch ein Loch und Geröll finden. Zwischen zwei Wänden haben wir uns gesichert und sind auf einen Vorsprung übergetreten. Von dort bin ich in den Kamin eingestiegen. Der Start war nicht so einfach, aber es ging. Ich war sehr aufgeregt, denn es sollte mein erster eigener Vorstieg im Elbsandstein werden. Der Kamin war nicht sonderlich lang und hatte große ausgelatschte Tritte und oben dann einen Übertritt zum Gipfel. Von oben hat man eine fantastische Aussicht, der Gipfel war echt schön. Die Abseilöse war gut sichtbar, so konnte ich einen einfachen Standplatz bauen. Den Bierdeckel und Nova konnte ich auch gut sehen. Nach einiger Zeit hatte ich Doro, Mama, Laetitia und Una nachgeholt und sobald alle oben waren, begannen Una und Laetitia den Kanon „Hasenbraten ist ein feines Essen“ zu singen. Das klang wirklich gut! Inzwischen hatte Nova noch Magda, Anina, Antonia und Agnes auf den Gipfel geholt und auf dem Bierdeckel wurde es langsam eng. Geschafft! Novas und mein erster Vorstieg draußen waren erfolgreich! Wir seilten uns ab und hatten schon ein neues Ziel: der Spitze Turm. Nach einer kurzen Pause ist Mama in die Löschnerwand eingestiegen. Auf dem Vorgipfel angekommen, habe ich die anderen nachgeholt und Agnes hat Mama hochgesichert. Netterweise durften wir von einem Paar die gelegten Schlingen nutzen und so ging es recht zügig voran. Das war auch gut, denn wir mussten uns beeilen, um rechtzeitig den Zug nach Berlin zu unserer Oma zu bekommen. Auf dem Gipfel schien die Sonne so stark, dass man aufpassen musste keinen Sonnenstich zu bekommen.

Una Nova Agnes

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