42_banner_650_150.jpg

Kletter- Blog

Im nachfolgenden Blog können die Kletterfreunde ihre Meinungen, Kritiken und Anregungen zu den Kletter-Aktivitäten platzieren.
Auch sonstige Informationen rund ums Klettern werden hier gepostet.

news gs

Muskeltraining mit Höhengewinn

14. Adventsklettern am 01.12.2018 mit vier neuen Klettersteigen an der Begerburg

Länger schon ist es Tradition, den Advent sportlich einzuläuten. Man trifft sich im Verein oder mit Freunden zu einem Turnier, bei einem Adventslauf, oder eben zum Klettern. Im Plauenschen Grund wird das Einläuten beim Klettern in die Tat umgesetzt, und die lautesten Glocken (vielmehr ihre Träger) wurden prämiert. Sogar selbst gebaute Klöppelapparate kamen zum Einsatz. Den Bergsteigern war dieser Wettbewerb offenbar Wurst, sie fanden ihren Spaß an den G7: Glettern, Glühwein, Gulasch, Gipfelspieß, Gitarrenklänge, Gesang, Gnüppelkuchen am zünftigen Lagerfeuer. Umrahmt wurde die Veranstaltung mit weihnachtlichen Liedern einer jugendlichen Abordnung des Bergsteigerchores Kurt Schlosser.

Wenn auch bedauert wurde, dass die berühmt-gefürchtete Sachsenstiege nicht mehr genutzt werden darf (dort hatte es einen Felsbruch gegeben), so bieten die vier neuen Klettersteige durchaus adäquaten Erlebniswert. Wenn man es sportlich mag, kann man jetzt fünf Stiege (beginnend mit dem Kurt und Georg Löwinger-Steig) nacheinander bezwingen, dazu noch einen Verbindungssteig. Auch wenn sich die Geister an technischen Steiganlagen scheiden: hier kann man seine Muskeln kräftigen, seine Geschicklichkeit trainieren, möglichst wenig ans Stahlseil zu fassen (an vielen knackigen Stellen geht es nicht anders), man hat frische Luft um die Nase und unterm Hintern, und man kann sich auch ohne Kletterpartner*in austoben.

Zwei der neuen Klettersteige sind mit der Schwierigkeit B bewertet, einer mit C, und einer mit E/F. Diesen habe ich noch nicht getestet, gehe aber davon aus, dass er deutlich mehr Armkraft erfordert als die bekannte Sachsenstiege. Erst muss man sich an einer Verschneidung nach oben stemmen, mit dem Stahlseil als einzige Haltemöglichkeit. Kurz vor dem Ausstieg wiederholt sich das Schauspiel an der glatten Felswand. Und beide Male muss man auch in der Lage sein, sein Sicherungsgerät an den Fixpunkten umzuhängen.
Für Veranstaltungshinweise und Möglichkeiten zur Nutzung der Kletteranlage einfach Kontakt aufnehmen mit der Alpin-Service Löwinger GmbH (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Kai-Uwe Ulrich

Begerburg 1
Ehemaliger Steinbruch an der Begerburg

Begerburg 2Neue Klettersteige an der Begerburg – auch eine Feuerwehrmannschaft der Höhenrettung übt

Begerburg 3Lichtspiele beim Klettern im Dunkeln bieten magische Momente

Begerburg 4
Fotos: Kai-Uwe Ulrich, DAV Sektion Dresden

Die Klettersaison beginnt mit einem furiosen Wetterstart am 25./ 26. März 2017. Die Sonne hat die ersten Sandsteinwände gut abtrocknen lassen und lockt mit warmen Strahlen die Kletterer an den Felsen.

Wir treffen uns am 26. März 2017 um 10.00 Uhr (Zeitumstellung – man muss es schließlich langsam angehen lassen) am Parkplatz zwischen Gohrisch und Papststein. Nach kurzer Diskussion einigen wir uns, zu den hoch und sonnig gelegenen Hunskirchen aufzusteigen.

Die Wege in der Südwand der Großen Hunskirche (zwischen V und VIIa) werden verteilt, zumindest theoretisch wird auch eine "Verlosung" der Wege erwogen. Kurz darauf scheint die gesamte Südwand mit Seilen eingewoben, ein Ring an prominenter Stelle wird von so ziemlich jedem Vorsteiger genutzt ("Was man hat, das hat man!"). Auf dem Gipfel gibt es ein erstes Treffen der Seilschaften.

 

1

Ein etwas unhandliches Seil, das sonst nur wenig Begeisterung hervor ruft, wird als Abseilpiste eingerichtet. Die nächsten Wege werden vorgestiegen: Gerade hoch, Querung, Überhang, Nachholen an Sanduhren, Zickzack, Kante, Henkel, Reibung, … und wieder runter. Interessante, direkte Einstiege werden wegen schlechter Sicherung abgewählt, dafür wird der Ring weiter strapaziert: Hunsmission, Südkante, Gohrischer Aufstieg, wieder Südkante, Gipfelstürmerweg … z.B.

2

 

An der Kleinen Hunskirche wird in der Himmelfahrtskante (VIIc – am Ring sauschwer und beim Sichern saukalt) ein Sack abgeholt. Nun ist es bereits 16.30 Uhr, ein Telefonat bestätigt den schrecklichen Verdacht: Die Kneipe auf dem Papst hat bereits zu!

Dadurch teilt sich die Gruppe: Ein paar packen zusammen und fahren nach Hause. Drei unverdrossene Kletterer gehen noch zum Papst für einige Wege in der Abendsonne. Dort gibt es auch noch einen Sack abzuholen – der "Sack-Weg" ist jedoch besetzt. Die alternativ ausgewählte IV erweist sich als eine ziemlich harte Nuss und der Talriss als purer Ge-nuss. Die Sonne bietet schließlich beim Untergang über dem Gohrisch großes Kino. Es ist 19.30 Uhr und Sommerzeit ist etwas ganz wunderbares!

 

3

 

Am 20.11. trafen sich 19 Sektionsmitglieder in Ostrau und nahmen am Totengedenken auf der Hohen Liebe teil. Auf dem stürmischen Gipfel befestigten sie einen Kranz im Gedenken an den im August tödlich verunglückten Thomas "Tommi" Glasewald.  Nach Ansprache und Kulturprogramm wärmten wir uns bei Glühwein in der Boofe an Günthers Börnel auf.  Anschließend drehten wir noch eine abwechslungsreiche Runde in den Schramm- und Affensteinen. Die Regenfälle tags zuvor hatten manche Stellen gut durchfeuchtet, sodass der eine oder andere wohl etwas mehr Arbeit mit Schuhe putzen hatte. Bereits im Dunkeln erreichten wir wieder den Parkplatz. Vielen Dank an Petra und Andreas für die Organisation.