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Hochtouren - Blog

Im nachfolgenden Blog können die Bergfreunde ihre Berichte, Kritiken und Anregungen von bzw. zu den Hochtouren platzieren.
Auch allgemeine alpine Informationen werden hier gepostet.

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2018 – August – Sektionstour im Stubaital

Anmerkung: Dieser Bericht ist auch auf der Seite des Autors zu lesen.
Mitte August nehme ich an einer Sektionstour im Stubaital teil, um der beeindruckend gelegenen Hochstubaihütte endlich mal einen längst überfälligen Besuch abzustatten! Unser Sektionsvorsitzender Christian führt die Tour in unnachahmlich lässiger Art und wir sind zusammen mit René, Olaf, Bernd und Egon insgesamt sechs Bergkameraden. In dieser Woche sind mehrere Touren der Sektion Dresden mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten, die alle aus verschiedenen Richtungen die Hochstubaihütte ansteuern, um das 80-jährige Hüttenjubiläum zu feiern. Aus meiner Sicht ist das ein großartiges bergsteigerisches Konzept, welches mehrere Sektionsmitglieder in die Jubiläumsfeierlichkeiten einbindet.
Zusätzlich zur Hüttentour- und Hochtourenausrüstung nehme ich ausreichend feste und flüssige Verpflegung für die lange Anreise mit und speichere die AV-Karte Stubaier Alpen Hochstubai auf meinem Smartphone ab.

Tag 1 – Anreise – Aufstieg zur Nürnberger Hütte
6 km | ↑ 910 Hm | ↓ 10 Hm | 2 ½ h

Ich probiere zum ersten Mal in meinem Leben die Anreise mit dem Nachtzug in einer 6er Kabine aus und habe ehrlich gesagt gemischte Gefühle. Die weiteren Mitreisenden haben zumindest spannende Geschichten auf Lager: Ein Neuseeländer geht auf Motorradtour durch die Alpen, ein Niederländer will mit dem Fahrrad von den Alpen bis nach Hause fahren und zwei Deutsche bereisen mit Interrail-Tickets den Osten Europas. Das 6er Abteil im Nightjet kann ich Menschen mit einer Körpergröße über 1,80 m nicht uneingeschränkt empfehlen. Mit über zwei Stunden Verspätung treffe ich in Innsbruck ein und nehme den Bus ins Stubaital. Da sich auch die Autoanreise der Dresdner verzögert treffen wir uns nahezu zeitgleich kurz hinter Ranalt und beginnen den Aufstieg. Wir legen ein kurzes Zwischenbier auf der einladenden Bsuchalm (1572 m) ein und quatschen währenddessen und auch beim weiteren Aufstieg zur Nürnberger Hütte (2280 m) viel untereinander. Unser Tourenführer Christian beeindruckt mich sehr mit seinem Bericht vom kürzlich absolvierten Stubaier Ultratrail und seinem Plan der Matterhornüberschreitung für das kommende Wochenende. Auf der Nürnberger Hütte herrscht eine wundervoll familiäre Atmosphäre und ich habe den Eindruck, dass alle Familienmitglieder kräftig mit anpacken. An unserem Tisch sitzt auch eine Familie aus den Niederlanden. Die Tochter kämpft sich sogar mit verletztem Arm auf die Tour und nimmt es sportlich, da ihr dafür zumindest das Rucksacktragen erspart bleibt. Stark! Zum Abschluss der Halbpension und zur Verdauungsunterstütung wird ein leckerer Haselnussschnaps gereicht.Wolf Stubai 1

Tag 2 – Nürnberger Hütte – Wilder Freiger – Wilder Pfaff – Hildesheimer Hütte
14 km | ↑ 1750 Hm | ↓ 1110 Hm | 9 h

Nachdem 5:15 Uhr mehrere Wecker gleichzeitig schellen, genehmigen wir uns 5:30 Uhr ein am Vorabend abgestimmtes Thermofrühstück, um zeitig starten zu können. Der Weg zum Wilden Freiger (3418 m) ist mittlerweile schnee- und eisfrei obwohl auf der Karte der eigentlich zu überschreitende Grüblkarferner gar nicht mal so schmal eingezeichnet ist. Olaf beginnt uns eindrücklich in Wetterkunde zu unterrichten und ich glaube, dass wir das gute Wetter auf der Tour hauptsächlich ihm verdanken können. Vom Wilden Freiger steigen wir nach ca. 4 h Gehzeit wieder ein Stück in südlicher Richtung über einen anfangs nicht übermäßig angenehm zu gehenden Gratweg ab. Der Anstieg zum erhaben und exponiert gelegenen Becherhaus (3190 m) stimmt relativ genau mit meiner Vorstellung überein wie es nach der griechischem Mythologie auf dem Weg zum Olymp ausschauen muss. Ein Kaltgetränk und eine Knödelsuppe stärken uns für den weiteren kurzen Abschnitt zur Müllerhütte (3143 m), wo wir uns ebenfalls ein Sturzbier genehmigen. Ich verstehe langsam das System unseres Tourenführers und es gefällt mir ;)Wolf Stubai 2Olaf erzählt nicht nur von seiner Skitour im Pamir, wo er ohne Sauerstoffflaschen auf über 7000 m unterwegs war, sondern auch von seiner Expedition in Spitzbergen, wo stets ein im Schusswaffengebrauch trainierter Führer zur Eisbärabwehr dabei sein muss. Bei solchen Berichten schlackere ich schon heftig mit beiden Ohren! Der weitere Weg führt uns in leichter Kletterei, die an den meisten Stellen durch Drahtseilversicherung und Eisenstifte entschärft ist, zum Wilden Pfaff (3458 m) hinauf. Dort haben wir eine herrliche Sicht auf das Zuckerhütl (3507 m), was wir aus Zeitgründen leider auslassen. Ich habe unsere Mannschaft durch meine mandelentzündungsgehemmte und kopfschmerzreduzierte Geschwindigkeit etwas aufgehalten. Entschuldigt, Männer! Nach einer kurzen Ibukur – ermöglicht durch unseren hilfsbereiten Tourenmedikus Bernd – geht es dann auch für mich wieder deutlich schneller weiter. Wir wählen den Abstieg über den Sulzenauferner, das Pfaffenjoch (3212 m) und den Pfaffenferner zur Hildesheimer Hütte (2899 m), wo Egon bereits auf uns wartet. Ungewaschen und zufrieden von dem schönen Tourentag schlingen wir gierig das Abendessen und mehrere Kaltgetränke in unsere Schlünder, bevor es dann nach und nach zur Dusche geht. [Seilschaft am Wilden Pfaff (3458 m) mit Blick zum majestätischen Zuckerhütl (3507 m)Wolf Stubai 3

Tag 3 – Hildesheimer Hütte – kleiner Isidor – Warenkarscharte – Hochstubaihütte
7 km | ↑ 660 Hm | ↓ 390 Hm | 4 ½ h

Heute steht mit dem 80-jährigen Hüttenjubiläum auf der Hochstubaihütte das Highlight unserer Tour an. Anstelle der kürzesten Verbindung über den Gaisskarferner, nehmen wir einen nicht markierten Gratweg (I) am Fuße des (Genick-) Schussgrubenkogels zum kleinen Isidor (3183 m). Am Gipfel treffen wir eine Einheimische, die mit sportlichen Trailrunningschuhen eine beeindruckende Geschwindigkeit an den Tag legt. Der Abstieg ist kurz und aufgrund der offenbar frisch abgeflexten Seilversicherungen etwas mühsam. An der an eine Schirmbar erinnernde Einkehrmöglichkeit, der Jochdohle (3135 m) spendiert uns die lebende Legende eine Runde Kaltgetränke. Danke, Christian R.! Der weitere Weg führt uns über den Windacher Ferner und dem was vom verschütteten Warenkarferner noch übrig ist, zur Warenkarscharte (3186 m). Dieser Wegabschnitt ist aufgrund des zu überwindenden aber locker aufliegenden Gerölls aktuell nicht mehr zu empfehlen. Wir sind uns einig, dass es aktuell ein Scheißweg ist. Wir steigen über den Wütenkarferner zur Hochstubaihütte (3175 m), wobei uns beim verblockten Hüttenzustieg ein tonnenschwerer Fels entgegengerast kommt. Olaf und ich schauen uns einen Sekundenbruchteil an und sprinten, los um diesem Todesbrocken schleunigst zu entkommen. Wir kommen gesund und munter auf der Hochstubaihütte an und es herrscht bereits geschäftiges Treiben. Wir machen uns frisch und nehmen am gut besuchten Berggottesdienst teil, der sowohl von einem evangelischen als auch einem katholischen Geistlichen durchgeführt wird. Direkt im Anschluss gehen wir zusammen mit all den übrigen Gästen zum gemütlichen Teil über. Es gibt an diesem Abend viel Bier und einige Runden Schnaps. Die Küche hat sich für meine Begriffe selbst übertroffen und es gibt ein absolutes Festmahl! Die Feierlichkeiten werden mit einem musikalisch untermalten Feuerwerk gekrönt. Ich bin beeindruckt von diesem qualitativ sehr hochwertigen Unterhaltungsprogramm, aber frage mich zugegebenermaßen gleichzeitig, ob diese Lärm-, Licht- und Abfallbelastung zur Jubiläumsfeier einer Berghütte wirklich notwendig ist.Wolf Stubai 4 Wolf Stubai 5An diesem Abend spielt die Hüttenruhe keine Rolle und wir führen viele gute Gespräche. Mir ist besonders die Unterhaltung mit einer Ärztin zum Thema Ehrgeiz bei unserem gemeinsamen Hobby Laufen im Kopf geblieben. Ich nehme den Impuls mit, dass beim Laufen der Ausgleich zum übrigen Alltagsstress verloren gehen kann, wenn man seine Wettkampfzeiten durch immer härtere Trainingspläne verbessern will. Für dieses Jahr beherzige ich das und statt einer weiteren Verbesserung meiner Marathonzeit, nehme ich mir lieber vor, meinen guten Freund, der mich dankenswerterweise als Teil einer Staffel bei meinem ersten Marathon begleitet hat, bei seinem Marathondebüt zu unterstützen.Wolf Stubai 6

Tag 4 – Hochstubaihütte – Wütenkarsattel – Daunjoch – Dresdner Hütte – Sulzenauhütte
13 km | ↑ 590 Hm | ↓ 1560 Hm | 6 h

Am nächsten Tag frühstücken wir etwas später als gewohnt und mit knisternden Köpfen. Wir überqueren den Wütenkarferner und steigen weglos zum Wütenkarsattel (3099 m) auf. Über den Sulztalferner erreichen wir wiederum einen durch verblocktes Gelände gekennzeichneten Aufstieg zum Daunjoch (3062 m). Dort legen wir eine kurze Pause ein und unsere Mannschaft unterstützt mich kräftig bei der Reduzierung meines Rucksackgewichts durch eine reichhaltige Futterpause. René berichtet von seinen zahlreichen Skitouren in den Stubaier Alpen und ich überlege diese Trendsportart auch einmal auszuprobieren. Der weitere Abstieg führt uns durch das Skigebiet zur Dresdner Hütte (2302 m), wo Egon eine Runde Kaltgetränke spendiert. Danke Egon! Ich verabschiede mich von den übrigen Kameraden, die von dort den Heimweg antreten. Herzlichen Dank an Christian für die Organisation und Tourenführung und vielen Dank an die restliche Mannschaft für die fabelhafte Tour! Wolf Stubai 7Wolf Stubai 8 Ich gönne mir noch den, aufgrund zunehmender Bewölkung eher zügig gestalteten, Übergang zur Sulzenauhütte (2191 m) mit Übernachtung vor meiner Abreise. Auf der Sonnenterasse treffe ich zwei sympathische junge Frauen aus München und Frankfurt, die zum ersten Mal auf Hüttentour unterwegs sind und darüber unterhaltsame Geschichten zu erzählen haben. Zum Abendessen wird man vom Hüttenteam platziert und ich sitze mit vier Frauen am Tisch, darunter eine junge Köchin, die bald ihren neuen Job in der Sterneküche von Schloss Elmau antritt und die kommenden Tage eine ähnliche Tour plant, wie wir sie schon durchgeführt haben. Nach dem Essen kommen auch die beiden attraktiven Bergsteigerinnen dazu und lassen mir beim Uno keine Chance. Mit den beiden einige ich mich für den Folgetag auf eine kleine Tour vor dem Frühstück.

Tag 5 – Sulzenauhütte – Abstieg und Abreise
9 km | ↑ 300 Hm | ↓ 900 Hm | 3 ½ h

Gegen 5 Uhr starten wir im Lichtkegel unserer Stirnlampen den Aufstieg zum Gletschertor des Sulzenauferner. Die auf dem Weg geführten Gespräche sind für mich interessanter als die landschaftliche Umgebung. Die aufgehende Sonne bewirkt auf dem Rückweg zur Sulzenauhütte eine angenehme Stimmung und meine beiden Begleiterinnen sind glücklich über die Gelegenheit, auch die mitgenommenen Stirnlampen ausprobieren zu können. Bei der Verabschiedung empfehle ich den beiden Bergsteigerinnen die im Vergleich zum Beiljoch (2676 m) lohnendere Tour über den Großen Trögler (2902 m). Bei meinem Abstieg (ca. 4 km, 600 Tiefenmeter und 1 ½ h) von der Sulzenauhütte zur Bushaltestelle bin ich mir sicher, dass die beiden zufrieden mit dem Weg sind und bis zur Dresdner Hütte eine großartige Etappe genießen. Für mich geht es mit dem Bus nach Innsbruck und später weiter mit dem Zug über München nach Hause.Wolf Stubai 9 Ich bin sehr dankbar für die vielen einprägsamen Erfahrungen und die gute Unterhaltung auf dieser Tour! Schreibt ruhig Feedback zu dieser Tour in der Kommentarsektion. Ich habe das Gefühl, dass mich das Stubaital nicht zum letzten Mal gesehen hat.

Berg Heil!
Christian
www.bergbegeisterung.de



Vom 24. bis 29. 07. 2018 fand Teil II des diesjährigen Basiskurses Alpin - Fels und Eis in den Stubaier Alpen zwischen unserer Dresdner Hütte und der Müllerhütte in Südtirol statt. Wie immer diente uns die Dresdner Hütte als Start und die Müller Hütte als bewährtes Basislager über dem Übeltalferner. Alle Teilnehmer erreichten die gesteckten Ausbildungsziele und kehrten gesund nach Hause zurück. Das persönliche Können und notwendige Fertigkeiten bilden nun die Grundlage für persönlich geplante Berg- und Hochtouren.

Eileen hat einen super Bericht verfasst, alle Teilnehmer haben fleißig fotografiert. Wir geben nunmehr damit gemeinsam einen Einblick in den Basiskurs Alpin - Fels und Eis 2018 der Sektion Dresden des DAV e.V.

Wie auch in den vergangenen Jahren wurde bereits zu Hause nicht nur Theorie erarbeitet, sondern auch schon mit Elan für die Praxis im Hochgebirge geübt. Einige Impressionen im Fels gestellter Spaltenbergungsübungen sowie der Selbstbergung mittels Prusiken zeigt das:

 01 Spaltenbergung I

02 Spaltenbergung II

03 Spaltenbergung III

04 Selbstbergung

Mit den folgenden Bildern stellen sich mal die Kursleiter vor:

05 Kursleiter Falk

Falk Klingspor, FÜL / Trainer C Bergsteigen

06 Kursleiter Thomas

Kursleiter Thomas Rinkes, Trainer C Bergsteigen

Unser Kurs:

07 Unsere Kursgruppe

Wie immer starten wir von unserer Dresdner Hütte.

08 Bewährter Start DD Hütte

Aber nun lassen wir Eileen berichten.

Tourenbericht Praxis Teil II Basiskurs Alpin - Fels und Eis 2018

Dienstag:

Treffpunkt war am Dienstag zwischen 12 und 13 Uhr auf der Dresdner Hütte (2308 m). Während Anna Kühnel und ich (Eileen Hollinger) bei schönstem Sonnenschein schon den Hausberg Egesengrat (2631 m) bestiegen haben und am Egesensee auf die anderen gewartet haben, sind unsere zwei Tourenleiter Falk Klingspor und Thomas Rinkes zusammen mit Eric Engemann, Anne Seiwert, Kerstin Schreiter, Ronny Pahlke, Ulli Naumann und Jonas Pröger von der Mutterbergalm zur Dresdner Hütte aufgestiegen. Nach einer kurzen Einführung ging es auch direkt los, wieder den Egesengrat hinauf. Dabei wurden wir auf Trittsicherheit und Fitness geprüft. Auch durften wir unser Können für „Gehen über ein Geröllfeld“ demonstrieren. Dann noch eine kleine Passage vom Klettersteig überwinden, woraufhin die Tourenleiter zu dem Schluss kamen: mit uns kann man was anfangen!

09 Übung Geländerseil

Mittwoch:

Nach einem außerordentlich leckeren Frühstück ging es um Punkt 8 Uhr los, mit der Müllerhütte (3145 m) als Ziel. Dort wollten wir die nächsten Tage unser Lager aufschlagen. Der Weg führte uns zunächst über das Peiljoch, wo uns ein atemberaubendes Meer aus Steinmännern erwartete. Von dort mussten wir leider einen Umweg in Kauf nehmen, da die Brücke über den reißenden Gletscherfluss vor einem Jahr weggespült wurde. Erst nahe dem See Blaue Lacke haben wir es geschafft mit Hilfe von einem Geländerseil den Fluss zu überqueren. Weiter ging es also mit dem Aufstieg über Wege und Geröll bis hin zum Gletscher. Mit Steigeisen sollte dieser kein Problem sein, jedoch hatte ich einige Probleme mit meinen Steigeisen. Erst nach mehrfachem nachjustieren und festziehen haben sie dann gehalten. So kräftezehrend das Ganze war kam mir die Pause am Gletscherrand sehr gelegen. Mit Riegeln, Trockenobst, Keksen und Traubenzucker gestärkt ging es weiter über einen Grat – den Lübecker Weg, am Wilden Freiger vorbei zur letzten Etappe: ein weiterer Gletscher. Diesmal von Schnee bedeckt mussten wir uns zusätzlich zu den Steigeisen noch in zwei Seilschaften geteilt anseilen. Mittlerweile hatte sich jeder schon auf die lang ersehnte Hütte gefreut als sie auch endlich in Sicht kam. Nach Überwinden von einer kleinen Kletterpassage mit Steigeisen wurden wir dann herzlichst von dem Hüttenwirt mit einem Schnaps in Empfang genommen. Auch Moses, der Hüttenhund, hat jeden einzeln begrüßt. Insgesamt waren wir 10 Stunden unterwegs und die Halbpension kam jedem sehr gelegen.

10 Start I

Ein phantastische Arena, leider sehr vergänglich geworden.

12 Alpines Gelände I

13 Alpines Gelände II

Nun wird es ernst. Die ersten Schritte auf aperem Gletscher, gestaffeltes Gehen mit Steigeisen.

14 1 Mit Steigeisen auf dem Gletscher Fernerstube

Die müssen fest sitzen!

14 Rot Versus Blau

Hier geht es nun rauf. Blockklettern auf alpinem Grat. Der Lübecker Weg.

15 Einstieg Lübecker Weg I

16 Einstieg Lübecker II

17 Einstieg Lübecker Weg III

18 Gratkletterei Lübecker Weg

Zuletzt der Übegang über den Übeltalferner zur Müllerhütte.

19 1 Übeltalferner

19 Gletscherbegung Übeltalferner

Donnerstag:

Aufgrund von recht nebliger Sicht ging es heute erst um 9 Uhr los mit einer Übung: wie überwinde ich gesichert eine Steilpassage im Gletscher? Falk hat es uns gezeigt. Mit Eisschrauben und Expressschlingen ging es am gleitenden Seil über eine steile Eispassage. Zwar gesichert, jedoch recht langsam kamen wir gesund und munter oben an. Die zweite Übung an diesem Tag: wie bremse ich im Schneefeld? hat allen sehr viel Spaß gemacht. Dazu ging es ein steiles Schneefeld hoch und dann hieß es: losgerutscht! Mal auf dem Rücken, mal kopfüber. Der Trick dabei ist sich auf den Bauch zu drehen und in den Liegestütz zu kommen. Damit kamen wir alle schnell zum Stehen. Wieder auf der Hütte kam auch endlich die Sonne raus und so konnten wir auf der Terrasse noch den Umgang mit Karte, Kompass und Planzeiger üben, bis es um 19 Uhr endlich Abendessen gab.

20 Eisausbildung

21Spielwiese

Freitag:

Der Tag fing schon mit herrlichstem Sonnenschein an und so ging es um 8 Uhr los in Richtung Sonklarspitze (3463 m). Erst wieder angeseilt über den Gletscher, dann ein Stück leichte Gratkletterei, dann wieder über ein Schneefeld und noch ein Stück über Geröll und schon waren wir oben am Gipfelkreuz. Der Abstieg hat bei weitem länger gedauert, da der ein oder andere etwas Probleme beim Abklettern hatte und wir das letzte Stück abseilen sollten, um den Umgang mit nassem Seil und alpinem Gelände zu lernen. Trotzdem blieb danach noch Zeit um die Spaltenbergung an einer echten Gletscherspalte zu üben. Nacheinander durfte jeder einmal den Genuss einer Gletscherspalte erfahren und wurde von den anderen wieder rausgezogen. Manche, unter anderem auch ich, hatten so viel Spaß dabei, dass sie gleich zweimal in die Spalte gesprungen sind. Wieder zurück auf der Hütte haben wir den Abend bei einer Runde Uno und Hüttenmusik live mit Akkordeon und Tuba ausklingen lassen.

22 Am Ende Sonklarspitze

22 1 Sonnklarspitze

Oben sind wir nun. Darauf folgt der Abstieg auf gleichem Weg. Leichtes kombiniertes Gelände und Gratkletterei.

23 Einfaches kombiniertes Gelände

Auch mal mit Abseilen in hochalpinen Ambiente.

25 Abseilen

Spaltenbergung, Alles echt.

28 Spaltenbergung I 2

29 Spaltenbergung II 2

30 Spaltenbergung III 2

Samstag:

Auch heute hat uns das Wetter nicht im Stich gelassen und so sind wir wieder um 8 Uhr Richtung Zuckerhütl (3507 m) aufgebrochen. Dazu ging es erst über einen wunderschönen und langen Grat auf den Wilden Pfaff (3458 m), und von dort aus über Schneefelder und ein weiteres Stück Grat aufs Zuckerhütl. Auch hier war der Abstieg für manche schwerer als der Aufstieg, also wurde Anne mit ihrer Höhenangst von Thomas betreut während Falk Ronny beim Abklettern geholfen hat. In der Konstellation kam jeder sicher unten an. Auch an diesem Abend wurde wieder fleißig Uno gespielt und der Abschied von der Hütte mit einem letzten Schnaps besiegelt.

Ostgrat des Wilden Pfaff:

26 Blockkletterei am Grat

32 Felsgrat begehen

Am Gipfel des höchsten Stubaiers, dem Zuckerhütl. Für alle der Höhepunkt des Kurses.

31 Ausstieg Zuckerhütlgipfel

Gipfelfoto 2018

Sonntag:

Der Tag der Abreise begann mit einem wirklich frühen Frühstück um 6 Uhr, sodass wir um 7 Uhr aufbrechen konnten. Zuerst ging es wieder hoch auf den Wilden Pfaff und dann rüber zur Dresdner Hütte. Dort haben alle die Gelegenheit genutzt und sind duschen gegangen. Auch ein deftiges Mittagessen musste nach der anstrengenden Woche auch mal sein. Nach einem letzten Scheidebier ging es gemütlich zur Mutterbergalm, wo die Autos schon auf uns gewartet haben. Raus aus der Kälte haben alle den Heimweg nach Dresden angetreten.

So ging eine wirklich außergewöhnliche und ereignisreiche Alpinwoche zu Ende. Ich will mich nochmal ganz herzlich bei unseren beiden Tourenleitern Falk Klingspor und Thomas Rinkes für den tollen Kurs bedanken. Wir hatten alle sehr viel Spaß und haben super viel dazu gelernt. Auf weitere Jahre mit erfolgreichen Bergtouren wünsche ich uns allen. Berg heil!

Eileen Hollinger

Nach Abschluss der Tour vor dem gemeinsamen Abstieg von der Dresdner Hütte ins Tal gab es natürlich das obligatorische gemeinsame Gruppenfoto.

Abschlussfoto 2018

Auch die beiden Trainer Thomas und Falk machen zufriedene Gesichter, ob den guten Bedingungen im Hochgebirge und der engagierten und disziplinierten Gruppe während der Ausbildungstage im Hochgebirge.

Thomas Rinkes, Falk Klingspor, Tourleiter des Kurses, Dresden, den 01.10.2018

 

Zum Glück ist ein "echter" Spaltensturz auf Tour eher die Ausnahme. Um so wichtiger ist es, die nötigen Handgriffe regelmäßig zu üben. Kurzerhand hatte ich anschließend an das Ultratrail-Wochenende einen passen Kurs organisiert.

Hier ein paar Schnappschüsse vom Kurs:

spaltenbergung 20180702 03
Test Festigkeit Eissanduhr

spaltenbergung 20180702 04

Opfer für Mannschaftszug und Lose Rolle/Flaschenzug

spaltenbergung 20180702 05

Wie komme ich in eine stabile Lage?

spaltenbergung 20180702 06


spaltenbergung 20180702 01spaltenbergung 20180702 02
Selbstrettung

Der nächste Kurs findet 31.08.-02.09. statt(Link).