Eine Truppe von 7 Wanderern/Bergsteigern startet am Sonntag zu einer Tour in die Stubaier Alpen mit unserem Bergführer Walter Linne, der von seiner Frau und Enkeltochter begleitet wurde.
In der Truppe waren: Jochen, Matthias, Manfred und ich (Heike) aus Sachsen, Bernd und 2x Wolfgang aus der Gegend um Hildesheim. Unsere Fahrt in die Alpen war, obwohl wir uns noch nicht kannten, schon sehr vergnüglich. Treffpunkt war die Mutterbergalm, danach ging es mit Seilbahn oder per pedes in die Dresdner Hütte, in welcher wir 2x übernachtet haben.

Am 1. Tag können wir morgens bei schönem Wetter in den nahe gelegenen Klettersteig einsteigen, den wir alle gut bezwingen können. Mich hat es schon etwas gefordert, da ich eigentlich kein Kletterer bin, aber es hat viel Vergnügen bereitet. Anschließend bekamen wir auf dem Gletscher eine Unterweisung in Spaltenbergung und Knotenkunde. Dabei überraschte uns das schlechte Wetter und wir hatten es eilig zur Hütte zurück zu kommen.

Tour Stubaier Alpen 20140727 1Am nächsten Morgen fuhren wir mit 2 Seilbahnen bis zum höchstem Punkt (Kälte, Nieselregen, keine Aussicht) und wanderten von dort in ca. 1 Stunde zur Hildesheimer Hütte, wo wir schon vom Hüttenwirt Gustl mit einem Obstler erwartet wurden. Nach einem Bier und in Anbetracht des sehr durchwachsenen Wetters, konnten nur erst einmal die Schlafgelegenheiten getestet werden. Nachmittags zogen die Wolken etwas weg und wir hatten Gelegenheit draußen weitere Knoten zu üben und zu testen, was in Form des Abseilens vom Hausberg absolviert wurde. 20m Abseilen für Wanderer, die so etwas noch nicht kannten, da wird es schon etwas kribblig im Magen. Abends gab es angeregte, lustige Gespräche. Und es wurde auch schon die Spielkiste geöffnet.

Der nächste Tag lief unter dem Motto: Sauwetter, wie vertreibt man sich die Zeit! Eigentlich wollten wir raus, die Berge sehen, wandern. Dann aber: spielen, lesen, schlafen, quatschen, essen, trinken, eben der andere Urlaub. Die Verpflegung in der Hildesheimer Hütte war sehr gut, ein großes Lob für die Wirtsleute.

Der nächste Tag wieder Regen, aber wir müssen nun echt mal raus. 11.00 geht’s los bei Niesel zur Schaufelspitzbaude (eine Stunde), dort eine Einkehr. Glücklicherweise wurde dann oben der Hahn zugedreht und wir konnten getrost auf den Schaufelspitz steigen. 16.00 sind wir von unserer Tour zurück, wir haben Gelegenheit uns noch etwas umzuschauen, z. B. Gustl’s Schafe im Tal zu besuchen.

Freitag ist der ultimative Tag: Kaiserwetter, wir wollen auf das Zuckerhütl (3506m). 7.30 geht’s los, zuerst über Geröll, Blockstufen, Schneefelder, daTour Stubaier Alpen 20140727 2nn weiter am Seil über den Gletscher bis zum Fuß des Zuckerhütls. Nach einer kleinen Verschnaufpause heißt es Helm aufsetzen und einen leichten Klettergang einlegen, denn Zucker ist keiner mehr auf dem Hütl. 11.30 oben angekommen: eine prächtige Aussicht: Becherhaus, Müllerhütte, Wildspitze!! Die Sicherungskonstruktion jeweils für 4 Personen gibt uns für den Abstieg innere Ruhe. Bei herrlichem Blick über die Berge treten wir entspannt den Rückweg an. 15.30: willkommen heißt uns Dr. Marille in der Hildesheimer Hütte! Nicht lange: die Wolken ziehen auf, es nieselt, wir sitzen gemütlich in der Hütte und genießen den Abend nach einem wunderschönen Tag.

Am letzten Tag heißt es Abschied nehmen, wir steigen den Weg zurück und fahren mit der Seilbahn zur Mutterbergalm, zu den Autos. Es geht heimwärts, wieder in fröhlicher Gesellschaft. Vielen Dank an die Fahrer, allen Teilnehmern für die angenehme Gesellschaft und unserem Leiter Walter Linne für die gute Führung, die interessante Weiterbildung und die entspannte Art der Gruppenleitung.

Heike Richter

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