66_banner_650_150.jpg

Klettern in unserer Sektion

Klettern ist eine Fortbewegungsform, die heutzutage hauptsächlich als Sport und Freizeitbeschäftigung am Fels oder in der Halle in unterschiedlichen Varianten betrieben wird. Zumeist werden dabei im Fels bestimmte Kletterrouten durchklettert. Üblicherweise wird der Kletternde von seinem Kletterpartner mit einem Seil gegen Absturz gesichert.

Klettern ist eine vom Menschen seit jeher angewandte Fortbewegungsform. Dabei wurden auch immer schon Felsen bestiegen, sei es aus kulturellen Gründen (zum Beispiel als religiöser Ort), sei es aus praktischen Gründen wie dem Ausschau halten nach Tieren oder Feinden. So wurden auf dem Rabenfels in der Fränkischen Schweiz Tonscherben gefunden, die belegen, dass dieser Fels bereits 800 bis 400 v. Chr. bestiegen wurde. Die damaligen Bewohner bewältigten dabei bereits den dritten Schwierigkeitsgrad. Im Mittelalter bekamen Felsen eine zunehmende Strategische Bedeutung, exponierte Felsen wurden als Spähwarte zum Schutz vor Feinden oder als Signaltürme zum Weiterleiten von Nachrichten genutzt. Durch die Besteigung immer unzugänglicherer Gipfel ab circa 1800 musste auch beim Bergsteigen zur Überwindung von Graten und Felsstufen zunehmend geklettert werden, dies geschah jedoch meist technisch.

Als Geburtsstunde des sportlich motivierten Kletterns gilt die Besteigung des Falkensteins in der Sächsischen Schweiz durch Schandauer Turner im Jahr 1864. Ab etwa 1890 entwickelte sich in der Sächsischen Schweiz das Freiklettern, bei dem versucht wird, auf künstliche Hilfsmittel zur Fortbewegung beim Klettern gänzlich zu verzichten (siehe dazu auch die Geschichte des Kletterns in der Sächsischen Schweiz). Außerhalb Sachsens fand diese Art des Kletterns vorerst aber nur vereinzelt Beachtung.

Etwa zeitgleich wurde das erste Mal aus sportlichen Gründen gebouldert. Im Lake District in Großbritannien begann Oskar Eckenstein als einer der ersten damit, während in Fontainebleau (Frankreich) sogenannte Bleausards die dort im Wald liegenden Sandsteinblöcke bestiegen. Vorerst wurde das Bouldern vor allem als Training für alpine Unternehmungen betrachtet und entwickelte sich erst in den folgenden Jahrzehnten zu einem eigenständigen Betätigungsfeld.