42_banner_650_150.jpg

Wander - Blog

Im nachfolgenden Blog können die Wanderfreunde ihre Meinungen, Kritiken und Anregungen zu den Wandertouren platzieren.

Wasservögelexkursion im Zschornaer Teichgebiet

Am frühen Samstag-Morgen (17.10.20 um 7:20 Uhr) begrüßte Tourenleiter Kai-Uwe ein überschaubares Grüppchen (die Sächsischen Pandemie-Regeln einhaltend) in Zschorna, um, kompetent begleitet durch unseren Ornithologen Frank, dem Treiben von Wasservögeln zuzuschauen. Was da auf dem Trinkwasserspeicher Radeburg II trieb oder getrieben wurde, war in Anbetracht des regnerischen, trüben Herbstwetters nicht genau erkennbar. Aus der Ferne vernahmen wir moderates Geschnatter und Genäkse, vereinzelt fischten stolze Silberreiher ihr Frühstück aus dem seichten Teichwasser.
Plötzlich schwoll das Geschnatter zum Getöse, und eine Vogelschar erhob sich aus dem Wasser und flog davon – leider in die uns abgewandte Richtung. „Die Gänse fliegen jetzt auf die Felder zum Futtersuchen“, erklärte uns Frank. Fortan lag der See blank und still da. Am Ufersaum pickten ein paar Kiebitze und Alpenstrandläufer, die wir nur durch’s Spektiv erkannten. Auch zwei Eisvögel lauerten auf Fische, Kormorane trockneten ihr vom Tauchen nasses Gefieder. Dazwischen wuselte emsig ein Kiebitzregenpfeifer, ein eher seltener Tagesgast. Der Großteil der Wasservögel sind nämlich Übernachtungsgäste auf dem Wasser, damit sie nicht von Landraubtieren gefressen werden. Der Wasserstand, die Wasserqualität und die Nahrungssituation seien durch den zunehmenden Verkehr und die intensive Fischerei zu schlecht und die Nistmöglichkeiten am See rar, um feste Vogelbestände zu etablieren. Das war früher mal anders, wie man aus Vogelzählungen weiß. Frank erläutert uns auch die wechselvolle Geschichte des Gutes Zschorna, erstmalig schon 1350 erwähnt. Heute existiert nur noch ein Fischereibetrieb und mehrere Legefarmen.
Zum Ende der Wanderung um den Großen Zschornaer Teich erspähen wir außer Krick- und Stockenten auch noch Schellenten. Diese brüten interessanterweise in Baumhöhlen. Wenn die Jungvögel flügge sind, müssen sie aus dem Nest springen, mitunter 10 bis 15 m in die Tiefe. Da ist dann nicht immer Wasser. „Bungee ohne Seil, das ist jetzt der Aufhänger“, damit beschrieb eine unsere Teilnehmerinnen ihre Eselsbrücke zum Einprägen der Schellente.
Nach dem Erlebnis, dem längsten Stauwehr Sachsens (immerhin 1.775 m) gefolgt zu sein, endete unsere Runde am Fischverkaufshäuschen, wo sich mehrere Teilnehmer mit frischem Saibling oder leckerem Räucherfisch versorgten. Gut gelaunt traten wir die Rückfahrt an.

Dr. Kai-Uwe Ulrich
Referent für Umwelt und Naturschutz DAV-Sektion Dresden

Fotos der Tour:

201017_zschorna_01_Copyright Kai-Uwe-UlrichStart im Regen (Foto: Kai-Uwe Ulrich)

201017_zschorna_03_Copyright Egon HöllerSilberreiher (Foto: Egon Höller)

201017_zschorna_07_Copyright Egon HöllerKormorane (Foto: Egon Höller)

201017_zschorna_10_Copyright Egon HöllerAuf dem Stauwehr des Großteiches (Foto: Egon Höller)

201017_zschorna_13_Copyright Egon HöllerÜbersichtstafel am Ausgangspunkt in Zschorna  (Foto: Egon Höller)

Kai-Uwe war einer der Teilnehmer unserer Sektion und berichtet exklusiv für Turnbeutel.TV über seinen 19k-Lauf beim Stubai Ultratrail 2019. Turnbeutel.TV ist ein Youtube Kanal für alle Vereine in und um Dresden vom Amateur- bis in den Profibereich.


Der Stubai Ultratrail 2019 ist Geschichte. Letzten Samstag starteten 5 Sektionsmitglieder beim Ultra-, 35k- und 19k-Lauf. Unterstützung bekam die Veranstaltung auch durch mehrere Streckenposten. Die Sektion Dresden war für den Abschnitt Mutterbergalm bis zum Gamsgarten verantwortlich und erfüllte Ihre Aufgabe zuverlässig.

Am härtesten war natürlich der Ultratrail von Innsbruck bis zur Jochdohle im Skigebiet Stubaier Gletscher. Dabei mussten neben der Dresdner Hütte, auch die Starkenburger und erstmalig die Neue Regensburger Hütte besucht werden. Über 65km, 3500hm bergab und 6000hm bergauf zurückgelegt werden.



Bilder: Stubai Ultratrail 2019

Am Sonntag ging es dann zur letzten Skitour der Saison (Bilder).