Den folgenden Tourenbericht stellte Olaf Hübner mit freundlicher Genehmigung seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter zur Verfügung:

"Freitag, am 12.07.2019, Start Dresden, Elbepark, alle waren pünktlich. Alle, das waren:

Anke, Heike, Stefan, Holger, Anette, Annette, und Olaf. Frank war bereits am Zielort und wartete auf uns. Das Wetter verschlechterte sich zusehends und als wir das Sellrain erreichten, schüttete es aus Kannen. Also Regensachen raus, Rucksack nochmal neu gepackt, umziehen in einem Unterstand und es ging los, dem Westfalehaus entgegen. Wir waren pünktlich da und konnten vor dem Abendessen noch unsere Sachen trocknen.

Sellrain oh 3

Am nächsten Morgen begrüßte uns ab ca. 2.600 m eine Neuschneedecke. Holger ging es nicht so gut und er beschloss, die Tour nicht mitzugehen. Er verbrachte die Tage im Westfalenhaus und im Gasthof Praxmar. Uns trieb es indes weiter nach oben in Richtung Schöntalspitze. In der Zischgenscharte wehte uns recht ordentlich Schnee entgegen - nichts mit Pause. Im Abstieg war eine Querung mit Stahlseil gesichert. In der anschließenden steilen Rinne hing ein Seil, um den Abstieg ein wenig zu vereinfachen. Die steile Flanke mit sehr viel Schnee stapften wir rückwärts bergab, bis endlich eine Rast möglich war. Von hier aus konnte man auch schon unser Tagesziel, die Pforzheimer Hütte, sehen. Das Wetter besserte sich und somit waren wir guter Dinge. Angekommen begrüßten uns nette Wirtsleute, aber knapp bemessenes Bergsteigeressen - und kein Nachschlag. Ebenso mau fiel das Frühstück aus - es war alles abgezählt.

8:15 Uhr Abmarsch und nach einer kurzen Besprechung wählten wir den Weg über das Gleierschjöchel zur sehr schön gelegenen Schweinfurter Hütte. Dort war alles perfekt. Die Ankunft war zeitig, so dass wir noch Spaziergänge in der näheren Umgebung machen konnten. Nach dem Abendessen kam der Würfelbecher zum Einsatz.Sellrain oh 1

Am Tag 3 sollte 8:00 Uhr Start sein, der sich aber wieder ein wenig verzögerte. Der Weg durch das Zwieselbachtal war weit und anstrengend. Nach einer längeren Pause begann ein steiler Abstieg, am Anfang noch mit viel Schnee, ins Winnebachkar. Auf dem Weg zur Winnebachseehütte, eine der schönsten, die ich kenne, überraschte uns noch ein Graupelschauer. Die Hütte war voll und so mussten wir ins Winterlager ausweichen - was uns mit einem Hüttenschnaps und dem Fensterplatz im Gastraum sowie kostenlosen Duschmarken nicht schwer fiel. Wie schon gesagt, eine der schönsten Hütten mit dem freundlichsten Hüttenwirt, den es gibt. Ein Lob an sein Team!Sellrain oh 5a

Tag 4 sollte wieder recht anstrengend werden. Diesmal klappte der pünktliche Abmarsch um 8:00 Uhr und bei strahlendem Sonnenschein strebten wir der E.Riml Spitze zu. Der Weg führte in Richtung Bachfallenferner. Wir bogen am Wegweiser links ab und gelangten über eine steile Schotterhalte in ein mit viel Schnee gefülltes Hochkar zum Seblasjoch. Nach einer kleinen Gratkletterei, von wo aus man unseren heutigen Ausgangspunkt, die Winnebachseehütte gut sehen konnte, erreichten wir die Scharte zum Grünen Tatzenferner. Uns erwartete wieder sehr viel Schnee. Der höchste Punkt war heute 3.055 m.Sellrain oh 4a
Ab jetzt ging es abwärts. Erst im tiefen Schnee, später wieder sehr steil durch eine Geröllhalde. Nach einer Pause ging es relativ eben in Richtung Westfalenhaus, wo Kuchen und Kaiserschmarrn auf uns warteten. 17:00 Uhr war Aufbruch ins Tal zum Gasthof Lüsens. Ein Kleinod am Talschluss - ein Traum! Holger wartete bereits auf uns. Wir bezogen unsere Zimmer und nach einer Dusche ging es zum verdienten Abendessen in einer wunderschönen Herberge.

Sellrain oh 2Wir ließen die Tour nochmal Revue passieren und schliefen geschafft und zufrieden zwischen meterdicken Wänden ein. Ein letztes Mal 7:00 Uhr Frühstück und dann ging es zurück nach Sachsen."

Danke, Olaf!

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