Schneeschuhtour im Riesengebirge

Eine Schneeschuhtour im Riesengebirge und das Anfang März, ob da wohl noch viel Schnee liegen wird? Am 3. März 2017 trafen sich acht Sektionsmitglieder aus Pirna, Bautzen und Dresden, organisiert und geführt von Thomas Rinkes, auf einem Parkplatz in Spindlermühle. Die Aussichten auf Schnee waren in Spindlermühle nicht gerade erfreulich. Zu Fuß, die Schneeschuhe am Rucksack, ging es zuerst zum Geldwechseln und dann weiter ins Elbtal Richtung Norden.
ssrg17 01Nach rund 3 km war genug Schnee auf den Wegen, um die Schneeschuhe anzuziehen und erste, noch unsichere Schritte, mit diesem ungewohnten Fortbewegungsmittel, in Richtung unseres ersten Zieles, der Labska Bouda (Elbfallbaude), zu gehen. Einen Zwischenhalt legten wir In der Medvedi Bouda (Bärengrundbaude) ein, dort erfreuten wir uns an tschechischen Süßspeisen und natürlich dem guten Bier.
ssrg17 02Bei herrlichem Sonnenschein und guter Sicht über das Riesengebirge wanderten wir im tiefen Schnee weiter zur Elbfallbaude; von der Ferne gesehen ein nicht gefälliger Block am Berghang, im inneren ein modernes, ordentliches Hotel zum Übernachten.
ssrg17 03 Beim Abendessen lernten wir uns kennen – Menschen mit interessanten Lebenswegen.
Am nächsten Tag, nach einem guten Frühstück, weiter bei guter Schneelage und einem herrlichen blauen Himmel, über die Vosecka Bouda (Wossecker Baude), über den Riesengebirgskamm vorbei an den Dívčí kameny (Mädelsteine) zur Spindlerova Bouda, einem netten, von vielen Familien besuchten Hotel.
ssrg17 04Die Schneebedingungen auf dem Riesengebirgskamm waren gewöhnungsbedürft. Verharschter Schnee, tiefen Fuß- und Skispuren war alles vorhanden.
ssrg17 05Ohne Schneeschuhe wären wir wahrscheinlich schneller vorangekommen. Trotz aller Anstrengungen beim Berg- und Tallaufen machte auch diese Etappe viel Spaß. Eine wunderschöne Aussicht auf die Landschaft in Polen und Tschechien machte dieser Abschnitt zu einem besonderen Erlebnis.
Am dritten Tag der Schneeschuhtour von der Spindlerova Bouda zum Schlesierhaus, mit Abstecher zur Schneekoppe, und weiter zur Lucni Bouda (Wiesenbaude) waren Wolken, Nebel, manchmal Sonnenschein und kalter Wind die Regel.
ssrg17 06Nach einer Kaffeepause im Schlesierhaus, machten sich 6 Wanderfreunde auf den vereisten Weg zur Schneekoppe. Eine dreiviertel Stunde später weiter zur Wiesenbaude, einem imposanten Gebäude aus den 40iger Jahren des letzten Jahrhunderts.
ssrg17 07Man fühlte sich in diese Zeit zurückversetzt. Jedoch nicht bei den Speisen und Getränken. Die Wiesenbaude hat eine interessante und lesenswerte Geschichte, zu lesen im Internet und der entsprechenden Literatur.
Der vierte Tag, Montag, 6.3.2017: Nebel!
ssrg17 08Abstieg durch ein lawinengefährdetes Tal zur Bouda U Bílého Labe (Weißwasser Baude), dank GPS finden wir den richtigen Weg. Nach kurzer Kaffeepause weiter nach Spindlermühle und zurück nach Dresden. Fazit: Eine wunderschöne, nicht zu anstrengende Schneeschuhtour, hervorragend organisiert von Thomes Rinkes. Sehr empfehlenswert.
Autor und Bilder: Eckart Finsterwalder

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