Am 10.und 11. November tagte in Siegen (Westfalen) die diesjährige Hauptversammlung des DAV und fasste zahlreiche Beschlüsse, die auch unmittelbar die Arbeit in der Sektion tangieren. Mit der Digitalisierungsoffensive will der DAV Anschluss an den digitalen Wandel halten und plant umfangreiche Strategien und Konzepte, die wesentlichen Einfluss auf unsere Arbeit, z. B. die Mitgliederverwaltung und weitere Verwaltungsaufgaben nehmen. Die Projektgruppe, die seit geraumer Zeit beim Bundesverband arbeitet, schlug ein stufenweises Vorgehen vor. "Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung" betonte Kalle Kubaschka von der Projektgruppe.

Bei aller Euphorie wurde aber mehrfach versichert: "Wandern und Bergsteigen bleiben analog ...."  was dann die weniger Begeisterten beruhigte.

Die Förderrichtlinien Hütten und Wege wurden angepasst: Durchaus interessant für uns: Während die Grundbeihilfe von Hütten der Kategorie I reduziert wird und die Eigenertragskraft stärker berücksichtigt wird , steigen die möglichen Beihilfen für "einfache Hütten" und für Mittelgebirgshütten. Winterräume, Schutzräume und Biwakschachteln sollen verstärkt gefördert werden, wenn diese Räume einer Doppelnutzung zugeführt werden, d. h. wenn diese Räume ganzjährig auch als Selbstversorgerräume zur Verfügung stehen. Hier will der DAV dem Trend Rechnung tragen, dass viele Bergfreunde vermehrt wieder Ursprünglichkeit und einfache Unterbringung suchen. Eine Chance für unsere Unterstandshütte auf halbem Weg zur Hochstubaihütte ?

Mit der Verabschiedung der Bundesjugendordnung und der neugefassten Mustersektionsjugendordnung soll die Eigenständigkeit der Jugend im DAV gestärkt werden.

Einen Tag vor der Hauptversammlung kippte der Bayrische Landtag den "Alpenplan"- eine Steilvorlage für die Versammlung: Einstimmig wurde eine Protestresolution im Namen der ca. 1,2 Mio. Mitglieder unseres Verbandes verfasst und der Presse übergeben. Der DAV wird weiter für den Bestand des "Alpenplan" kämpfen, heißt es in der Resolution.

Der Abend zwischen den Sitzungstagen bot wieder reichlich Gelegenheit zu interessanten Gesprächen zwischen den Sektionsvertretern, dem Präsidium, Verbandsrat und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bundesgeschäftsstelle. Zahlreiche Anbieter von Hütten- und Kletterhallenausrüstern waren ebenso vertreten wie andere wichtige Partner des DAV wie z. B. der Rother- Verlag oder unser Versicherungsunternehmen.

Wer mehr wissen will: www.alpenverein/der-dav/Presse/

Claus Lippmann 1. Vors. der Se. Dresden des DAV e.V.